Das „Feindbild Auto“

Wenn große Bäume gefällt werden – wie hier Ende April ein alter Ahorn in der Frölichstraße – reagieren viele Bürger mit Wut und Unverständnis. Archivfoto: Silvio Wyszengrad

Quelle: Augsburger Allgemeine, Leserbriefe, 12.6.2017

Ständig wird Autofahrern von unserer Stadtregierung vorgeworfen, schuld an der hohen Feinstaubbelastung zu sein. Dann werden aber mit tausend Ausreden alte große Bäume zerstört, welche für unsere Umwelt äußerst wertvoll sind, da sie genau diesen Feinstaub aus der Luft filtern. Gerade unser sogenannter amtlicher „Umweltschützer“ der Stadt findet ständig Ausreden: der Baum war krank usw.

Die „Ersatzpflanzungen“ sind lächerlich. Bis diese Bäume so wertvoll für unsere Luft sind, vergehen viele, viele Jahre. So lange hat man ja das Feindbild Auto zum Ablenken. Andrea Lang, Augsburg

 

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Stadtgrün wird zerstört

Quelle: Augsburger Allgemeine, Leserbriefe, 10.6.2017

Zum Kommentar „Das Ringen zwischen Grün und Beton“ von Eva Maria Knab vom 3. Juni:

Dass in Augsburg mehr Bäume fallen und mehr Grün zerstört wird als in anderen Städten, ist leider keine Neuigkeit. Stadtregierung und Stadtbauamt zeigen hier einen sehr rüden Umgang. Allein die Pflege von Parkanlagen lässt schwer zu wünschen übrig. Es werden alte Bäume gefällt, ohne dass für deren Ersatz gesorgt wird. Bauvorhaben, die äußerst fragwürdig sind, werden aus dem Hut gezaubert, so z. B. die augenblicklich geplante Trassenführung der Linie 5, die u. a. durch die Holzbachstraße geführt werden soll. Auch hier werden wertvolles Grün und alte Sauerstoff spendende Bäume einer totalen Fehlplanung zum Opfer fallen.

Der Holzbachpark ist eine wertvolle Grünanlage für die dort wohnenden Menschen als auch für die vielen Vögel und Fledermäuse, die hier leben. Wie wichtig dieses Grün und wie wohltuend das Gezwitscher der Vögel für die Erholung der gestressten Städter ist, ist bekannt und bei den Verantwortlichen vieler großen Städte bereits angekommen. Bei den hiesigen Stadtvätern ist dies leider nicht der Fall. Augsburg wird immer ärmer. Gabriele Gregory, Augsburg

 

Mieteinnahmen wichtiger als zufriedene Kunden?

Quelle: Augsburger Allgemeine, Leserbriefe, 9.5.2017

Zum Bahnhofsumbau:

Dass eine Großbaustelle wie der Augsburger Hauptbahnhof mit Einschränkungen für die Reisenden verbunden ist, ist bedauerlich aber nachvollziehbar. Nicht nachvollziehbar ist allerdings, warum die Räumlichkeiten von „Mc Donalds“ und dem Asiaimbiss nicht den Reisenden als Wartehalle angeboten werden? Mieteinnahmen statt Kundenservice? Offensichtlich sind der Bahn ihre Mieter wichtiger als tausende treuer Kunden. Diese lässt man jetzt über Jahre bei Wind und Wetter in der unbeheizten Südhalle oder im zugigen Südtunnel warten. Aber wer weiß, vielleicht nutzen Bahn und McDonalds die einmalige PR-Chance als Geschäftsidee und bieten den Bahnkunden den verzehrfreien Aufenthalt in ihren Räumlichkeiten an. Christian Ohlenroth, Augsburg

 

Baustelle Hauptbahnhof: So kommen Sie ab jetzt zum Zug

Quelle: Augsburger Allgemeine, Stefan Krog, 5.5.2017

Die Bahn hat seit gestern die zentrale Wartehalle am Hauptbahnhof gesperrt. Grund ist die Untertunnelung

Wo sonst Bahnreisende in die Bahnhofshalle eilen, versperren Bauzäune den Weg: Am Donnerstag hat die Bahn die zentrale Halle im Hauptbahnhof geschlossen. Sie bleibt für mehrere Jahre wegen der Bauarbeiten für den Bahnhofstunnel gesperrt. Weiterlesen in der Augsburger Allgemeine

 

 

Umweltreferat ist ein zahnloser Tiger

Quelle: Augsburger Allgemeine, Leserbriefe, 3.5.2017

Zum Artikel „Bauarbeiter beschädigen alte Linde schwer“ vom Freitag, 21. April:

Die Häufung derartiger Baumfrevel lassen das jeweils öffentlich geäußerte Bedauern nur noch dann als glaubwürdig erscheinen, wenn umgehend tätige Reue geübt wird. Eine entsprechende Ersatzpflanzung muss sofort getätigt werden, was im aktuellen Fall heißt, dass hier eine mindestens 15 Jahre alte Linde umgehend (noch ist Pflanzsaison) eingepflanzt wird.

Das zuständige Umweltreferat ist ein zahnloser Tiger, der offensichtlich nicht fähig ist, das stadtbildprägende Grün in Augsburg zu schützen. Es plant lieber seit Jahr und Tag neue Regelwerke, verschwendet Zeit und unser Geld für Schulungen und für andere wirkungslose Maßnahmen, anstatt rigoros und in aller Härte gegen die Verursacher vorzugehen. Christian Ohlenroth, Augsburg

 

„Dezentralisierung und Demokratisierung“

Quelle: Attac-Augsburg

Mittwoch, 10.5., 19:30 Uhr, Hollsaal, Zeughaus, Zeugplatz 4, Augsburg

„Dezentralisierung und Demokratisierung – wie wir uns selbst ermächtigen können“

Referent: Bruno Marcon, Sozialpsychologe; Tobias Walter, Anlageningenieur

Teilhabe, Gerechtigkeit und Selbstbestimmung werden immer deutlicher eingefordert, weil sich Menschen durch das herrschende Wirtschaftssystem entfremdet und ausgenutzt und durch die parlamentarischen Institutionen nicht mehr vertreten fühlen. Die Referenten eröffnen Wege für eine Gesellschaftsentwicklung, in der direkte Demokratie und dezentrale Selbstversorgung Grundlage von Selbstbestimmung sein können.

Die Energiewende bietet die Möglichkeit, die gesamte Energieversorgung zu „demokratisieren“. Im Gegensatz zu der auf Profitmaximierung getrimmten fossilen Energiewirtschaft können kommunale Energiedienstleister zu Gemeinwohlunternehmen transformiert werden, die Hand in Hand mit Bürgerenergiegenossenschaften kooperieren. Die Referenten benennen die für eine dezentrale Energiewende notwendigen, meist schon vorhandenen, technischen Voraussetzungen. In ihrem Vortrag greifen sie für ihre Umsetzungsvorschläge auch die Erfahrungen mehrerer erfolgreichen Bürgerbegehren – auch gerade in Augsburg – auf.

Veranstalter: Attac-Augsburg, AK Klima und Energie

Ab Donnerstag ist die Bahnhofshalle zu

Quelle: Augsburger Allgemeine, Stefan Krog, 29.4.2017

Wegen der Baustelle für den Tramtunnel müssen die Geschäfte bis 2021 in Containern untergebracht werden. Für wartende Fahrgäste gibt es deutlich weniger Platz und die Zugänge zu den Gleisen ändern sich auch bald

Ab kommendem Donnerstag müssen sich Bahnkunden am Augsburger Hauptbahnhof auf größere Änderungen gefasst machen: Die Bahn wird die Wartehalle im Hauptgebäude wegen der Bauarbeiten für den Bahnhofstunnel für rund vier Jahre sperren. Die Bahnhofsbuchhandlung, die Bäckerei Balletshofer, der Yormas-Imbiss und das DB-Reisezentrum werden über Nacht in die Container auf dem Bahnhofsvorplatz ziehen, die dort seit Februar aufgestellt wurden. Weiterlesen in der Augsburger Allgemeine